ein leidiges Thema: Parasiten! 


Möppelhalter, die sich Gedanken um eine möglichst schadstofffreie Ernährung ihrer Fellnase machen, möchten häufig auch in Bezug auf die unliebsamen Mitbewohner zu Lösungen kommen, mit denen nicht unnötig Chemie in oder auf ihren Mops kommt, zumal einigen gängigen Produkten oftmals schon eine erhebliche Unwirksamkeit oder Resistenzenbildung nachgesagt wird. Wir auch!

Nachdenklich machen uns solche Artikel wie dieser hier: http://www.hamburger-fortbildungstage.de/2008/Zeckeninvasion.html.

Getreidefrei gebarfte Möpse haben sehr viel weniger unter Parasiten – innerliche oder äußerliche – zu leiden. So erhalten wir im Gemüseanteil pürierte Karotten, deren ätherischen Öle Würmer lähmen sollen, damit sie besser ausgeschieden werden können. Auch die täglichen Vitamin-K-Tropfen sind gut zur Darmparasitenprophylaxe geeignet (siehe hier). Darüber hinaus gibt es noch einige Zusätze, die helfen, sich lästige Darmbewohner oder aber auch Flöhe und Zecken vom Leib zu halten. Zum Beispiel:

Knoblauch

Die große Menge ätherischer Öle überdeckt den Körpergeruch, den Flöhe und Zecken als Auslöser für einen „Anfall“ brauchen und wirkt zudem wurmwidrig. Mehr zu den Inhaltsstoffen des Knoblauch hier.

Oftmals wird vor der Verwendung von Knoblauch gewarnt, Swanie Simon zitiert jedoch in Ihrer Barf Fibel "BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter" auf Seite 29 mehrere Studien, dass Knoblauch offensichtlich untoxischer als andere Zwiebelgewächse und giftig erst ab Dosierungen von mehr als 5 g Knoblauch/kg KG/Tag, oder, bezogen auf eine Woche, 35 g Knoblauch/kg KG, ist. Eine durchschnittliche Knoblauchzehe wiegt etwa 3 Gramm. Wer würde auf die Idee kommen, einem 8-Kilo-Mops etwa 93 Zehen Knoblauch in der Woche zu füttern???

Die von Swanie Simon empfohlene Dosierung liegt bei 0,3 g/kg KG/Woche, das wären bei einem 8-Kilo-Mops 2,4 g in der Woche, also eine knappe Zehe.

Kürbiskerne

Die Zusammensetzung der Kürbiskerne bewirkt nicht nur den bekanntermaßen blasenstärkenden Effekt, sondern hilft durch das enthaltende Curcubitin, Bandwurmglieder zu lähmen, damit sie ausgeschieden werden können. Hier wird des öfteren eine Handvoll Kürbiskerne zusammen mit dem Gemüse püriert.

Kokosflocken und –öl

Auch die Inhaltsstoffe der Kokosnuss, hauptsächlich die Laurinsäure, wirken wurmabweisend. Mit Kokosöl sind schon erfolgreich Spulwürmer entwurmt worden. Darüber hinaus sorgen die Hautausdünstungen eines mit Kokosöl/-flocken versorgten Mopses dafür, dass Flöhe und ecken ihn „nicht riechen können“. Diesen Effekt kann man unterstützen, in dem man Mops etwa alle 2, 3 Tage vor dem Spazierengehen in hohem Gras oder im Wald mit einem Klecks Kokosöl abreibt. Bereits länger gebarfte Hunde, deren Organismus sich bereits umgestellt hat und die die Schlackenstoffe des Fertigfutter bereits ausscheiden können, haben die Kokosöleinreibung nur noch einmal in der Woche oder sogar nur alle zwei Wochen nötig.

Interessantes zu Kokosöl und Zeckenabwehr sowie zum Thema Kokosöl und Borreliose könnt Ihr hier lesen: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/borreliose.html.

Kokosflocken haben zudem wie ein Ballaststoff eine darmanregende Wirkung. Eine fröhliche Darmperistaltik macht es Einwohnern schwer sich festzusetzen, sie werden leichter abgetrieben. Hier bekommen wir Möpse zwei Mal in der Woche einen knappen Teelöffel Kokosflocken und zeitgleich einen Teelöffel Kokosöl mit ins Futter.

Wichtig ist, dass kein Palmin o.ä. verwendet wird! Dies ist ein industriell verändertes Fett, welches nicht mehr die gesundheitsfördernden Stoffe enthält! Natives, reines Kokosfett erhält man in Reformhäusern und Bio-Läden. Man kann sich dort auch sicher sein, fair gehandeltes Kokosfett zu bekommen. Und schließlich will kein Möppi, dass für Kokosöl Regenwald abgeholzt wird!

Kokosöl hat darüber hinaus eine äußerst segensreiche Wirkung für alte Hunde. Alterserscheinungen können sehr wirksam abgemildert werden. Wie, haben wir hier beschrieben.

Propolis

Propolis ist das Kittharz der Bienen, mit dem sie ihren Stock gegen Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten abdichten. Neben vielen anderen positiven Wirkungen verändert es das Darmmileu dergestalt, dass sich potenzielle Mitbewohner einfach nicht mehr wohlfühlen. Einmal wöchentlich einmal 2-4 Tropfen (alkoholfreie) Propolistinktur oder eine Messerspitze Propolispulver reichen als Vorbeugung aus.

Achtung: in ganz seltenen Fällen gibt es eine Allergie gegen Propolis!

Die Natur hält noch viele andere Wirkstoffe bereit, die vorbeugend Parasiten vertreibend wirken, u.a. in Ananas, Papaya, Schwarzkümmel, Thymian, Wermutkraut, Fenchel, Ingwer…, all’ diese Substanzen sind wirksam in Organismen, die weder durch Abfallstoffe und ungeeignete Futtermittel verschlackt, noch durch unnötige Chemie belastet sind. Allerdings kann es unter Umständen eine gewisse Zeit dauern, bis sich der Organismus umgestellt und gereinigt hat - Saschi zum Beispiel litt noch etwa zwei Jahre nach der Umstellung unter den Folgen ihrer vier Jahre andauernden massiven Fehlernährung, und hatte wegen ihrer Affinität zu Zecken mehrmaligere Kokosölabreibungen nötig als wir anderen.



Wir vier Moppels fassen zusammen:

Floh- und Zecken-Spot-Ons oder Halsbänder gibt es hier nicht. Mit den genannten Mitteln haben wir es geschafft, dass im zeckenreichen Sommer 2011 hier bei vier Mopsis nur vier Zecken angedockt haben. Das konnten wir „verschmerzen“. Flöhe haben wir noch nie gehabt.

Vorbeugende Wurmkuren alle paar Monate gibt es bei uns auch nicht – welcher Mensch greift vorbeugend zur Kopfschmerztablette? In geeigneten Zeitabständen wird Kot von drei Tagen in einem Plastikröhrchen aus der Apotheke gesammelt und zum Untersuchen abgegeben. Bis jetzt war nichts darin zu finden! Kein Würmchen, keine Giardie…

Bei einem leichten Wurmbefall kann man es durchaus selbst mit natürlichen Mitteln versuchen; hinterher sollte aber eine erneut abgegebene Kotprobe Gewissheit darüber schaffen, dass keine Würmer mehr vorhanden sind.

Zur Entwurmung eignet sich…

  • Propolis:    
über 10 Tage 2-4 Tropfen zum Futter geben, gegen Spulwürmer

  • Kokosöl:
1 ml/kg KG für etwa 3 Tage zum Futter geben.

  • Kürbiskerne und Rizinusöl:
für einen 8-Kilo-Mops 40 g Kürbiskerne zu 2/3 fein mahlen und zu 1/3 hacken und mit Wasser zu einem Brei vermischen. Nach einer Fastenzeit von 12 Stunden Mops zu fressen geben. Zwei Stunden danach etwa 7 ml Rizinusöl geben. Beim nächsten, spätestens übernächsten Kotabsatz sollte der Bandwurm mit abgehen. Auch hier könnt Ihr noch einmal darüber nachlesen.

Bei Giardienbefall ist eine Kräuterbuttermilchkur hilfreich; Branko hat sie schon mit (durch abschließende Kotprobe) beweisbaren Erfolg ausprobiert:





Parallel zu den Wurmkuren kann man 1-2 TL kolloidales Silber pro Tag verabreichen. Es greift die Würmer zusätzlich an und ist absolut nebenwirkungsfrei. Siehe hier: http://www.kolloidalessilber.net/viren.html. Bei der Verwendung von Silberwasser sollte man Metallkontakt in Form von Löffeln oder Futterschüsseln vermeiden.

Sollte jedoch einmal ein Hund (zum Beispiel aus schlechter Haltung) nachweislich fürchterlich verwurmt sein, würde Frauchen schnellstmöglichst eine geeignete chemische Wurmkur durchziehen und danach die Darmflora und das Immunsystem wieder aufbauen.

Auch hier gilt wieder: wer sich unsicher ist und/oder Näheres wissen will, sollte sich an einen (möglichst ganzheitlich arbeitenden) Tierbehandler wenden!