Brustgeschirr und Gassi


Normal läuft es doch so: Ihr bekommt einen neuen Hund, und das erste, was Ihr ihm kauft, sind Halsband und Leine. Ihr macht Euch weiter keine Gedanken; und es gibt doch so hübsche!

Wir müssen Euch allerdings sagen, dass der Hals für uns Hunde eine ganz bedeutsame Stelle ist! Untereinander beschnuppern wir uns da und wir machen da ab, wer der Rangniedrigere und wer der Ranghöhere ist. Und nun kommt Ihr, macht ein Halsband um unseren empfindlichen Hals und ruckt an der Leine. Immer wieder stellt Ihr damit die Rangordnungsfrage. Was passiert? Entweder ziehen wir erst recht (Zug erzeugt Gegenzug) und Ihr ruckt noch stärker oder wir bekommen Angst und trauen uns nun nicht mehr voran.

Inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, dass Halsbänder und der über sie erzeugte Leinenruck der Halswirbelsäule empfindlich schaden! Gerade, wenn wir älter sind, kann man das sehr gut im Röntgenbild sehen und einige Lähmungserscheinungen kommen von der Halswirbelsäule!

Manche von Euch verwenden sogar Würger, Stachelhalsbänder und Elektroschock-Halsbänder! Manche von Euch ziehen uns am Halsband durch die Luft! Macht Euch Erhängen Spaß? Wollt Ihr, dass wie nur aus Angst funktionieren?

Die Rangordnung - oder vielmehr die Partnerschaft - müsst Ihr mit anderen Maßnahmen klären. Wenn Ihr uns an die Leine nehmt, dann verwendet ein Brustgeschirr! Ihr vermeidet bei uns entsetzliche Schmerzen und immer wieder soziale Missverständnisse!

Wir haben Geschirre, die einen Bruststeg haben. Damit wird ein eventueller Druck auf die Brust gegeben. Oder sogenannte Norweger-Geschirre, die gerade Mopsfiguren in der Regel gut passen. Probiert es aus: oft hört mit Geschirr das Ziehen schlagartig auf! In Gefahrensituationen könnt Ihr Euren Hund viel besser händeln: die Großen könnt Ihr besser halten, die Kleinen besser hochnehmen!

Achtet darauf, dass das Geschirr gut sitzt. Es darf nicht scheuern, einschneiden oder Bewegungsabläufe behindern. Es darf nicht unter den Achseln einschneiden. Wenn Ihr Schleppleinentraining machen wollt, verwendet bitte sowieso ein Geschirr.


Frauchen hält folgende Geschirre für gut geignet:

Feltmann:

www.brustgeschirr.com

Puppia:

Da Puppia keine eigene Präsenz in Deutschland hat, könnt Ihr die Geschirre im Internet z.B. bei www.poochy.de, www.kokovonknebel.com und z.B. aus der Schweiz bei www.puppia.ch bestellen. Googelt den Begriff einfach mal. Die Homepage von Puppia ist: www.puppia.com.au.

Julius K9:

Diese witzigen Geschirre könnt Ihr inzwischen im Futterhaus kaufen. Bislang werden dort lediglich die Original-Geschirre angeboten, die Frauchen aber im Sommer zu warm erscheinen. Deshalb hat Frauchen noch die neuen TTP-Geschirre von Julius K9 gekauft. Erhältlich im Internet beim Zoobedarf Hitzegrad (wo es auch super Tiefkühlfleisch gibt)!

Informiert Euch bitte weiter unter www.hundezeitung.de, die ausgesprochen informativ ist!


Hopi und ich sind schwarz. In der Nacht sind alle Möpse noch schwärzer. Wenn wir also in der dunklen Jahreszeit unterwegs sind, zieht Frauchen uns ein Geschirr an, das reflektiert. Nach Frauchens Meinung ist aber das allerbeste, um uns kleine Hunde im Dunkeln sichtbar zu machen: ein Leuchtie-Halsreif - und zwar der Original-Leuchtie! Ihr bekommt ihn in mehreren Weiten und Farben z.B. beim www.barfshop.de. Gerade die verschiedenen Leuchtfarben sind spitze, wenn Ihr mit mehreren Hunden unterwegs seid! Da können Euch Eure Menschen auch im Dunkeln unterscheiden. Schaut einfach mal nach unter www.leuchtie.de.


Nehmt Euer Möpschen bitte unbedingt an die Leine, wenn Ihr auf Straßen unterwegs seid! Zu leicht könnte er Angst bekommen und weglaufen! Aber irgendwann möchtet Ihr doch, dass Euer Hund brav an der Leine mitgeht und nicht zieht. Was könnt Ihr tun?

Achtet am Anfang darauf, dass die Leine durchhängt. Zieht Euer Hund, bleibt Ihr einfach stehen. Er wird Euch anschauen: "Was ist denn nun los?" Erst, wenn er aufhört zu ziehen, geht es weiter. Zieht er wieder, bleibt Ihr wieder stehen. Kommt Euer Hund zufällig in Eure Richtung, lobt Ihr ihn und gebt ihm einen minikleinen Superleckerbissen. Und so weiter. Immer wieder. Euer Hund lernt: "Eine straffe Leine heißt Stehen, eine lockere heißt Gehen." Damit er Euch mehr beachtet, könnt Ihr beim Losgehen jeweils einfach ein paar Schritte in eine andere Richtung gehen. Auch der Klicker ist super gut geeignet, um dem kleinen Racker beizubringen, dass es sich lohnt, in Eurer Nähe - oder beim Kommando "Fuß!" an Eurer Seite - zu sein.


Gelegentlich gibt es Probleme beim Gassi-Gehen, wenn Euer kleiner Held meint, einen Affenaufstand veranstalten zu müssen, wenn ihm wer entgegenkommt: Spaziergänger, Jogger, andere Hunde. Nur ist es oftmals gar kein Heldenmut, von dem Euer Mops geleitet wird. Häufig ist es Angst, und Euer Kleiner macht nur deshalb so ein Trara, weil er meint, Ihr beschützt ihn nicht so gut. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Ihr Eurem Möpschen schnell beibringt, Euch anzuschauen, und natürlich, bei "Fuß" zu gehen. Das geht auch wieder gut mit Klick + Belohnung. Sehr Ihr dann jemanden näher kommen, bringt Ihr Euren Hund an Euren Fuß, lasst ihn und das Leckerli anschauen und gebt es ihm. Oder Ihr werft es auf den Boden, so dass er es kurz suchen muss. Nehmt hierfür Leckerlis, bei denen er ein bisschen kauen muss. S ist er ein wenig länger beschäftigt - und der Entgegenkommende ist schon vorbei.


Und noch etwas: bindet uns nicht einfach vor einem Geschäft an. Da gerade wir Möpschen zur Zeit fürchterlich "in" sind und wir außerdem freundliche Zeitgenossen sind, ladet Ihr schlechtmeinende Zeitgenossen geradezu dazu ein, uns zu mopsen. Das wollt Ihr doch nicht? Lasst uns also niemals unbeaufsichtigt.