farbige Möpse


Weil Hopi und ich schwarz sind, und schwarze Möpse im Vergleich zu beigen nicht so oft vorkommen, fügt Frauchen ein paar Informationen über's "Schwarzwild" an - und lässt auch die "bunten Vögel" nicht aus:

Mops-Liebhaber sind von uns schwarzen Möpsen fasziniert, seit sie das erste Mal in einer Show der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Das war im Jahr 1866, als die englische Lady Brassey, die allgemeinhin als Begründerin der Schwarz-Mops-Zucht gilt, ihre Möpse Jacopo, Nap, Jack Spratt und Bessie Spratt in Maadison ausstellte und prompt mit Jacopon Sieger seiner Klasse wurde. Sie war es, die die ersten beiden schwarzen Möpse im Jahr 1877 von China nach England gebracht haben soll. Ihre genannten schwarzen Möpse gelten als "Grundstock" der schwarzen Mopszucht.

Es heißt aber auch, dass Queen Victoria, noch lange bevor Lady Brassey ihre Möpse vorstellte, einen schwarzen Mops mit weißen Füßen und einer weißen Flamme auf der Brust besessen haben soll. Auf Gemälden, so etwa auf dem Bild von William Hogart "The House Of Cards" (1730) oder, noch früher, auf dem Bild von Q. Brekelen "Das Haus des Schneiders" (1653) sind schon sehr früh schwarze Möpse zu sehen! Somit wird es auch vor Lady Brassey schwarze Möpse gegeben haben, aber Lady Brassey's Verdienst wird es wohl gewesen sein, ein breites öffentliches Interesse an ihnen zu wecken. Denn bis dahin waren schwarze (und weiße!) Mops-Babys eigentlich nicht willkommen und wurden gleich nach der Geburt aus den Würfen entfernt.

Bald nach ihrem Erscheinen wurden schwarze Möpse mit beigen gekreuzt. Obwohl sich das Schwarz dominant vererbt, gibt es eigentümlicherweise weniger schwarze als beige Möpse. Heutzutage soll es keine reinen Linien der Schwarzen mehr geben. Frau L.J.E. Pughe soll 1905 festgestellt haben: "Oft bin ich zur Herkunft des schwarzen Mopses gefragt worden. Ich kann sagen, dass sie von der inzwischen verstorbenen Lady Brassey eingeführt wurden und auf eine Kreuzung zwischen einem beigen Mops und einem japanischen Mops zurückzuführen sein sollen."

Gelegentlich kann man lesen, dass schwarze Möpse temperamentvoller und dominanter als beige Möpse sein sollen. Sie sollen z.B. eher einem Spaziergang an kalten Wintertagen zugeneigt sein als beige. Unser Frauchen findet jedenfalls unser glattes, seidiges Fell mit deutlich weniger "Wolle" wunderschön! Und für diejenigen, für die es wichtig ist, sei erwähnt, dass wir schwarzen Möpse nicht ganz so doll haaren wie unsere beigen Kollegen.


Wir finden, dass unser lackschwarz glänzendes Fell mit nichts zu vergleichen ist. Deshalb ist es uns ganz und gar unverständlich, warum Frauchen auch "farbige" Möpse schön findet, z.B. Möpse mit ganz dunkelgrauem Fell (silbergrau) oder gestromten Fell (brindle). Standardgemäß sind beide Farbschläge nicht, was aber nicht heißt, dass es sie nicht gibt!

Silber ist eine Farbe, die in Deutschland im Rassestandard beschrieben wird. Nur wie schaut sie aus? Niemand weiß es genau. Nach bisherigen Erkenntnissen entsprechen silbergraue Möpse den alten Willoughby-Möpsen und werden heute schon seit vielen Generationen rasserein gezüchtet. Genetisch entsprechen sie beim maßgeblichen Gen-Ort exakt den beigen Möpsen (k^y). Für mehr Informationen klickt bitte...

und

Diese Websites weisen u.a. darauf hin, dass es die Farbe silbergrau schon von alters her in den vornehmsten Mops-Linien gegeben hat, leider aber immer zugunsten von beige und schwarz aussortiert wurde. Für die Fremdeinzucht-Gegner: bei Silbergrau hat es nie eine Einkreuzung anderer Rassen gegeben! Und trotzdem wird Silbergrau bislang nicht vom FCI/VDH anerkannt.

Die ist das Bild eines wunderschönen silbergrauen Rüden edelster Abstammung. Frauchen würde etwas weniger Nasenfalte besser finden, aber diese Farbe... mmmh!


Brindlefarbene Möpse existieren - ob man dies nun anerkennt oder nicht. Es gibt sie mit und ohne Maske und Abzeichen. Bereits das Buch "Dogs of Great Britain and Ireland Rawdon" (1894) hält die Existenz eines Brindle-Mopses fest - und noch viel eher, im Jahre 1730, malte der französische Künstler Jean-Baptiste Ourdry das Bild "Mops-Hund". Es zeigt den Lieblingshund Ludwig XV, einen brindlefarbenen Mops. Brindle ist jedoch keine Farbe, die der FCI und der ihm angeschlossene VDH anerkennt. Es wird viel gestritten um diese Farbe. Nach offizieller Meinung sind brindle-farbende Möpse nicht rasserein. Ihren Züchtern wird vorgeworfen, mit anderen Rassen zu "mischeln". Frauchen hat ja nun sowieso den Standpunkt, dass eine Fremdeinzucht einer Hunderasse nicht von vornherein schadet und hat somit gar nichts dagegen, dass der Ursprung der Brindle-Möpse in einer Einkreuzung liegen könnte... Und sie stellt sich dann auch die Frage, ab wann man denn von "Rassereinheit" sprechen darf? Nach fünf, zehn Generationen? Viele Hunderassen sind durch Einkreuzungen entstanden, man denke nur an den Kromfohrländer oder den Eurasier. Die ursprünglichen Einkreuzungen beim seriösen Brindle-Mops liegen schon viiiel weiter zurück, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Es gibt die Meinung, dass die genetische Veranlagung für Brindle seit alten Zeiten im Mops-Genpool liegt. Also: es gibt rassereine Brindle-Möpse - allerdings sehr selten. Brindle vererbt sich dominant über beige und das könnte der Grund sein, warum sie führende Verbände gegen brindle wehren. Vielleicht fürchten sie um die seit jeher propagierte beige Farbe. An dieser Stelle muss Frauchen an Parallelen zu schwarzen Möpsen denken, deren gezielte Zucht seinerzeit auch verhindert wurde.

Mehr Informationen gibt's unter: und !

"Donatella von Ottersried", ein süßer kleiner Brindlemops-Welpe:

Wir müssen aber unbedingt festhalten, dass gerade mit Brindle auch viel Schindluder getrieben wird und kreuz und quer gemixte Möpse um des lieben Geldes willen als Rarität verkauft werden - so wie im Sommer 2009 der "Tiger-Mops" in Groß-Wittensee.

Frauchen ist sehr gespannt, wie sich die Farbgebung bei Möpsen in einigen Jahren entwickelt. Unter dem Aspekt der Genpoolerweiterung der inzwischen krank gezüchteten Möpse ist eine Erweiterung auf andere Linien und andere Farben sicherlich ein Weg, dessen Beschreitung noch am Anfang steht.

"Jeder Reise beginnt mit dem ersten Schritt!" (Laotse)

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