Der Mops
Der Mops gehört nach dem FCI-Standard zur Gruppe 9, also zu den Gesellschafts- und Begleithunden, sowie zur Sektion 11: kleine doggenartige Hunde. In anderen Sprachen heißt er "pug" (Englisch), "carlin" (Französisch), "carlino" (Italienisch) oder "doguillo" (Spanisch). Es gibt ihn in den Farbvarianten hellfalbfarben mit schwarzer Maske, schwarz, silber oder seltener apricot mit schwarzer Maske. Der FCI beschreibt seine Widerristhöhe mit bis zu 35 cm und er hat ein Idealgewicht von 6,3 - 8,1 kg.
Vermutlich stammt die Rasse aus dem alten China, wo sie vor mehr als 2000 Jahren aus doggenähnlichen Hunden herausgezüchtet wurde, weshalb sie zu den Molossern gezählt wird. Der Mops wurde privilegiert bei Hofe gehalten und nur auf Umwegen kamen Möpse an nicht-kaiserliche Besitzer. Wohl im 16. Jahrhundert kam der Mops durch Handelsverzweigungen in die Niederlande und von dort aus breitete er sich in der damaligen "High Society" aus. Ein berühmter Mops war "Fortuné", der Mops von Joséphine de Beauharnais, der Gattin Napoléons, die ihr zukünftiges Herrchen mit einem kräftigen Biss aus dem Hochzeitsbett vertreiben wollte. In Brehms Tierleben von 1927 wird die ursprüngliche mopselige Kopfform deutlich.
Der Mops hat ein kurzes glattes Fell in den verschiedenen Nunancen von beige mit deutlich kontrastierenden Abzeichen. Maske, Stirnflecken und die Muttermale an den Wangen sind abgegrenzt und so schwarz wie möglich. Die Ohren, entweder Knopf- oder Rosenohren, sind klein und fallen nach vorne.
Dem kompakten Mops werden als Begleithund von jeher die Eigenschaften intelligent, verspielt, gutmütig und lernwillig zugesprochen. Auch mutig soll er sein. Häufig neigt er zu Übergewicht, weshalb auf die Ernährung geachtet werden soll.
Der Mops ist eine brachycephale Rasse, was bedeutet, dass er einen rundlichen Kopf mit kurzer Schnauze und leicht hervorstehenden Augen hat. Dieses Rassemerkmal bringt häufig schwer wiegende Probleme mit der Atmung, Verletzungen der Hornhaut oder die "Pug-Dog-Encephalitis" mit sich. Weitere Defekte erfüllen möglicherweise den Tatbestand der Qualzucht, bei der Welpen z.B. unverhältnismäßig groß sind und nur unter großen Schwierigkeiten geboren werden können. Auch kann ihre Mutter sie dann mitunter wegen ihrer kurzen Schnauze nicht selbst abnabeln.
Der Mops hat in der Geschichte schon wahrlich Großes geleistet, woran auch heute noch so manches Denkmal erinnert. Bei der Belagerung der Stadt Bretten im Jahr 1504 war es der Sage nach ein Mops, das Brettener Hundle, das die Belagerung beendete und zum Dank den "Hundles-Brunnen" als Wahrzeichen der Stadt erhielt. In Winnenden gibt es ein Denkmal für den Mops des Herzogs von Württemberg, der mitten im Schlachtgetümmel gegen die Osmanen 1717 sein Herrchen aus den Augen verlor und allein nach Winnenden zurückfand. Der Mops-Orden, eine Freimaurerloge aus dem 18. Jahrhundert, hatte einen Porzellan-Mops als Symbolfigur. Wilhelm I. von Oranien, Statthalter der Niederlande, soll von seinem Mops "Pompey" nachts vor einem Attentat gewarnt worden sein. Maria II. und Wilhelm III., die 1688 nach England kamen, brachten der englischen Aristokratie das Mops-Fieber mit, in dem sie ihre eigenen, heiß geliebten Möpse mit auf die Insel brachten.
Möpse traten im berühmten italienischen Volkstheater "Commedia dell'arte" anstatt der sehr schwer zu beschaffenden Affen auf - und wurden umjubelt. Der Name "carlin" stammt von dem italienischen Schauspieler Carlo Bertinazzi, genannt Carlin, der im 18. Jahrhundert als Harlekin in der "Commedia dell'arte" berühmt war.
Mehr über Möpse könnt Ihr z.B. unter www.wikipedia.de nachlesen.
Und die Website www.magda.de/mopsmania wartet mit einem so amüsanten wie zutreffenden Blick auf die vergangene und aktuelle Mops-Geschichte auf.
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