Steckbrief Saschi


Unsere Saschi ist da!
Notmops Saschi hat nun alles, was sie ihr Leben lang gesucht und gebraucht hat, nämlich uns! Ursprünglich stammt Saschi aus Tschechien und musste Babys kriegen. Sehr viel wissen wir nicht von ihr. Uns sind inzwischen fünf Würfe bekannt und den letzten hat sie möglicherweise nicht mehr aufgenommen. Aus irgendwelchen Gründen wurde sie dort zwischen "Züchtern" hin- und hergereicht, und verbrachte wohl die letzte Zeit, bevor sie freigekauft wurde, in einem Verschlag. Anfangs wurde sie wohl noch auf Ausstellungen gezeigt. Dass es mit ihrer letzten Schwangerschaft nichts wurde, war wahrscheinlich der Grund, warum sie ihrer Besitzerin nichts mehr taugte und sie bereit war, sie abzustoßen. Wie uns erst später bekannt wurde, litt Saschi unter einem Scheidenpolypen, der hormonell bedingt zu enormer Größe anwuchs. Ein erfolgreicher Deckakt dürfte schwer möglich gewesen sein, auch die Geburt von Welpen muss schwer und schmerzvoll gewesen sein. Allerdings war sie bei der Abgabe läufig und wurde ihrer Retterin mit den Worten übergeben: "Kannst Du gleich Babys machen!"

Als sie nun in Deutschland war, fielen sofort ihr schlechter Ernährungszustand, Unmengen Zahnstein, ihre Schwierigkeiten beim Laufen und ihre große Angst auf. In ihrer Heimat hatte man sich um all dies nicht gekümmert. Beim Streicheln machte sie sich ganz steif und ans Hochnehmen war gar nicht zu denken. Dank aufopferungsvoller Pflege in einem Therapeuten-Mopsrudel hat Saschi zugenommen und Balsam für ihre Seele bekommen, so dass sie im Oktober 2009 zu uns ziehen durfte. Sie ist immer noch ein "Geister"-Mops, der still und bescheiden als Schatten folgt und sie hat immer noch Angst vor heftigen Bewegungen. Ihre Zähne sind nun behandelt (drei mussten auf der Stelle gezogen werden), aber es hat sich herausgestellt, dass sie schwerste, nie behandelte Patellaluxation hat. Gute Informationen über diese Erkrankung  findet Ihr z.B. auf der Website www.chihuahua.de oder, aus der Sicht einer verantwortungsvollen Kleinhundezüchterin, hier: www.chihuahualove.de. Mit Saschi hätte nie gezüchtet werden dürfen! Die Nachkommen haben FCI-Papiere und werden ihrerseits häufig zur Zucht eingesetzt!

Geburtsname: Asya Mopsing


Rufname: Saschi, Mäusele


Rasse: Mops, beige mit schwarzer Maske


Geburtstag: 18.3.2005


Gewicht: 8 kg


Tricks und Kenntnisse: so weit sind wir noch nicht... Vielleicht werde ich es später wagen. Doch! Eins kann ich: ich bin der Weckdienst! Alle anderen Möpse sind nämlich Langschläfer... und denen helf' ich morgens auf die Sprünge!


Vorlieben: Ich suche lieber selbst die Nähe und kuschel' mich dann ganz lieb an!


Lieblingsspielzeug: Frauchen hat mich noch nie spielen sehen...


Lieblingsort: bei meinen Menschen auf dem Sofa, aber nur, wenn ich da selbst hinwill...


Geschwister von Asya Mopsing sind: Adria Mopsing, Amar Mopsing


Folgende Kinder konnten ermittelt werden: Goldene Kugel Athena, Goldene Kugel Bebe Buell, Goldene Kugel Björn Borg, Goldene Kugel Blade Burberry (bereits verstorben), Scarlett Team Anabell.


Frauchen ist sich sehr wohl bewusst, dass die Rettung einer ausgedienten "Zucht"-Hündin nicht das Elend der vermehrten Welpen verringert. Es kommt ja einfach eine neue, frische Hündin nach! Und trotzdem hält Frauchen es für zutiefst unmoralisch, dem einzelnen Tier nicht zu helfen. In der menschlichen Gesellschaft hat es die Rettung Einzelner Gott sei Dank auch in den dunklen Zeiten deutscher Geschichte gegeben, auch wenn durch solche einzelnen Taten das Schicksal der gesamten Verfolgten nicht zum Guten gewendet werden konnte. Man denke beispielsweise an Oscar Schindler. Ist sein Handeln verwerflich, nur weil er nicht alle retten konnte? Frauchen sieht da keinen Unterschied zwischen Mensch und Hund, denn Hunde leiden genauso unter den Folgen von Isolation, Vereinsamung und Bedrohung.


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